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Text? Mein Name ist Heiko, ich bin 33 Jahre alt und lebe im schönen Stralsund. Somit genieße ich mein Dasein als Informatiker in Meeresnähe. :)
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17.07.2011

Aus weniger mach mehr

Nun da ich ein Becken habe für mein Terrarium möchte ich dieses natürlich nicht auf dem Boden stehen lassen. Ein Tisch oder Schrank muss also her.

Wie wäre es mit einem edlen Mahagoni-Unterschrank?
Das sieht nicht nur gut aus, es würde auch wunderbar zu einem Tropenterrarium passen.

Zu teuer ? …
Keineswegs !

Mahagoni Unterschrank

Gerade einmal 45€ hat mich dieses edle Stück gekostet. Wie das? Do it yourself…

Schrank Original

Ausgangsmaterial war dieses TV-Rack aus dem Möbeldiscounter. Es handelt sich um eine Serie von Schränken und Regalen nach dem Baukastenprinzip, so wären diese theoretisch sogar untereinander kombinierbar. Der Preis für dieses spezielle Exemplar beläuft sich auf 25€.
Dazu kamen dann noch 3 Rollen Mahagoni Klebefolie (Länge 2m, Breite 45cm) á 5€ aus dem Baumarkt und ein mattes schokobraunes Lackspray für die kleinen Plastikteile.

Vor dem Styling allerdings erst einmal einige funktionale Upgrades, um den Schrank besser auf das Projekt abzustimmen.
Das verschließbare Fach soll eine Etage nach oben rücken, direkt unter das Terrarium. Dieses wird später genutzt um Zeitschaltuhren, andere Steuerelektronik und Kabelsalat unsichtbar zu machen. Das mittlere und untere Brett tauschen also erstmal die Plätze, die Bohrungen für Türen etc. im ursprünglich mittleren Brett zeigen dabei natürlich nach unten. Diese Bohrungen habe ich nun 1:1 in die obere Ablagefläche übernommen.
Ein Zusammenbau zur Probe hat dann noch gezeigt, dass die Türen sehr wackelig waren. Das kam daher, dass im Ablagebrett noch Plastikgewinde stecken, die etwas herausragen und somit der Abstand zwischen Boden und Decke des verschließbaren Fachs 1-2mm größer geworden ist.
Also alles auf den Kopf gestellt damit die Türen oben am Anschlag waren. Unten wurden nun die Stifte, welche die Türen halten mit einem Schraubenzieher soweit es ging herausgezogen. Die Position noch mit einem CD Marker markiert, alles wieder zerlegt und die unteren Stifte mit Epoxidharz in eben dieser Position fixiert.

Da wie gesagt die Elektronik in diesem Fach verschwinden soll, habe ich außerdem aus der Rückwand ein kleines Quadrat herausgeschnitten. Dieses ist gerade groß genug damit ein handelsüblicher Stecker hindurchpasst, durch die quadratische Form gelingt das selbst dann, wenn bereits Kabel durch die Öffnung verlegt sind. Später wird das Ganze eventuell noch mit einem Kabelschacht verkleidet.
Kabel im Inneren nutzen nur nichts solange sich dort keine Steckdose befindet. Auch hier habe ich noch etwas eingebaut. Ein alter Multistecker, den man noch einfach mit dem Schraubenzieher zerlegen kann, befindet sich nun in diesem Fach. Das Kabel wurde innerhalb der seitlichen “Pfeiler” verlegt und kommt erst unterhalb der Bodenplatte wieder zum Vorschein.

Montage InnenraumKabelführungKabelaustritt BodenplatteInnenraum komplett

Für das Styling sind vor allem 2 Dinge wichtig: Sehr viel Geduld und Fingerspitzengefühl!

Zuerst wurden die Plastikteile umlackiert, damit diese trocknen konnten während der Rest von Statten ging. Dies waren im Detail die Halteclips für die Seitenwände, die Füße und die Gewinde in der Ablageplatte. Da letztere fest verleimt sind, wurden sie eben im Brett besprüht, was solls, kommt ja eh Folie drüber. Hierbei wurden die Gewinde mit Klebeband geschützt und nur die Umrandung lackiert.

Die Holzteile und die Plastikstreben wurden dann mit Klebefolie “mahagonisiert”.^^ Eine wirklich langwierige Arbeit aber es lohnt sich.
Von der Größe her habe ich die Folie immer etwa 2cm an allen Seiten überstehen lassen, um die Kanten schön hinzukriegen. Das Papier von der Folie nur ein kleines Stück entfernen, dann das jeweilige Brett positionieren und mit einem Tuch (Ich habe ein Geschirrtuch verwendet) ganz langsam und Stück für Stück die Folie auf das Brett “massieren”. Auf diese Weise vermeidet man Blasenbildung, die bei dieser Folie sonst sehr schnell auftritt. Nun die lange Kante unter ein wenig Zug ebenfalls anmassieren, bis hin zur anderen Brettseite, wo nun ca. 1cm überstehen sollte. An den Ecken das Ganze nun so zurecht schneiden, dass man ebenfalls ein kleines Stück ums Eck verlaufen lassen kann. Am Ende noch die kurzen Kanten auf die gleiche Weise bearbeiten, mit dem kleinen Unterschied, dass hier nichts ums Eck verläuft.
Die andere Brettseite kann nun frei bleiben, wenn sie sowieso nicht sichtbar sein wird, ansonsten ein Stück Folie passend zuschneiden, so dass die Ränder der bereits vorhandenen Folie leicht überlappt werden und wieder aufmassieren.
Stellen wie etwa die Gewinde im Ablagebrett werden beim Aufkleben mit einem Bastelmesser herausgeschnitten und die Folie außen herum verklebt. Für die Bohrungen für Tür etc. reicht es ein Kreuz einzuritzen.

Die Arbeit an den Platikstreben lässt sich schon schwerer beschreiben. Man fühlt sich ein wenig wie ein Zigarrendreher.^^
15cm breite Streifen reichen bei diesen Streben um sie komplett zu umwickeln. Dabei massiert man die Folie diesmal mit den Fingern auf und achtet darauf ob man irgendwo Blasen spürt. Wenn ja, alles bis zur Blase nochmal abziehen und hoffen, dass man die Blase nun weg bekommt, sonst bleibt nur nochmal komplett abziehen, da man wohl irgendwo schief geklebt hat.
Das Ganze ist genau das wonach es sich anhört, eine enorme Fummelarbeit. *g* Nach 2 bis 3 Stück davon hat man echt keine Lust mehr aber wenn man am Ball bleibt, wird man am Ende auch belohnt. :)

Seitenwandclips auf Klebeband fixiertGewinde im AblagebrettBodenplatte OberseiteBodenplatte UnterseitePlastikstrebe vorher:nachherMahagoni UnterschrankMahagoni Unterschrank - Innenraum

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