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Text? Mein Name ist Heiko, ich bin 33 Jahre alt und lebe im schönen Stralsund. Somit genieße ich mein Dasein als Informatiker in Meeresnähe. :)
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04.09.2011

Einzug ins neue Heim

Bepflanztes Terrarium

Noch nicht fertig, wie man an den freien Stellen erkennen kann, aber zumindest wurden die Pflanzen erstmal aus ihren kleinen Töpfchen befreit.
Die Venusfliegenfalle und die Drosera hat das Umpflanzen ein wenig mitgenommen, nun sollen sie erstmal Gelegenheit bekommen sich davon zu erholen und sich einzugewöhnen. ;)

Hinter der simplen Optik verbirgt sich allerdings noch ein wenig mehr, darauf werde ich nun eingehen.
Beginnen wir mit dem Hintergrund:

Rückwand VorderseiteRückwand RückseiteSensor mit Anschlussmöglichkeit

Dieser besteht grundlegend aus einer metallbeschichteten Schaumdämmplatte aus dem Baumarkt. Zwischen dieser und der Grafik, mit der die Front beklebt ist, befindet sich in der rechten Hälfte eine Terrarienheizmatte, um gegebenenfalls die Temperatur im Terraium anheben zu können.
In der linken Hälfte kann man, bei genauerem Hinsehen, einen gelben Punkt in der Blattspitze links über dem Wurzelholz erkennen. Dies ist der Fühler des Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensors.
Auf der Rückseite erkennt man die Verkabelung. Beim grünen Kabel handelt es sich um ein vieradriges, geschirmtes Cat5E Netzwerkkabel, welches für die Ansteuerung des Sensors benutzt wird. Im Schaltkasten ist dieses an den I2C Bus der Abacomplatine angeschlossen und der Schirm über die Schutzkontaktklemme geerdet. Die Kontakte des Sensors haben einen Durchmesser von ca. 0,5 mm bei einem Rastermaß von 1,27mm, eine schöne Fummelarbeit also, die einzelnen Adern punktgenau anzulöten, ein wenig Fingerspitzengefühl ist hier unabdingbar. Auch sollte man, wie im Bild zu sehen, die Kontakte nicht direkt löten, sondern einen entsprechenden Pinstecker verwenden, ansonsten läuft man Gefahr die empfindlichen Bauteile des Sensors zu rösten.
Die Saugnäpfe sollten anfangs zur Befestigung an der Rückwand dienen, sind nun aber auf Grund der Verkabelung und des Rohrs funktionslose Überbleibsel. Die Aussparung an der Oberseite, welche am Glasrand des Beckens dicht anliegt, und das am Grund aufsitzende Rohr sorgen jedoch für genug Festigkeit.
Das Rohr selbst wurde am unteren Ende mit einigen zusätzlichen Löchern versehen und mit einer Feinstrumpfhose als Filter vor dem Eindringen von Erdreich geschützt. Es dient als eine Möglichkeit, den Grundwasserspiegel von unten her nachzufüllen.
Die Verklebung wurde mit einem ungiftigen, gummiartigen Montageklebstoff von Pattex realisiert, Klebekanten der Klebebänder auf der Rückseite, sowie die offenen Stellen der Dämmplatte (an den Seiten zum Beispiel) wurden mit dem bereits bekannten Spielzeuglack vor Feuchtigkeit geschützt.

Aufbau der DrainageFliegengitter als VersumpfungsschutzTerrarium mit fertigem Erdreich

Nach der Montage der Rückwand folgte nun endlich das Erdreich selbst.
Den Grund bildet eine ca. 4cm hohe Drainage aus Blähton (~10 Liter). Aus dieser Schicht ziehen der eigentliche Boden und auch die Pumpe des Brunnens ihr Wasser.
Nun wurden zunächst die Reste des Fliegengitters grob am Grund ausgelegt, um eine Art Trennschicht zwischen Drainage und Erdreich zu schaffen und somit ein Einsumpfen der Torfschicht in die Drainage zu vermeiden.
Der Rest der verkleideten 10cm wurde nun gleichmäßig und nicht zu fest mit Torfhumus aufgefüllt. Dabei wurde die Erde auch unter die Rückwand und den Brunnen gedrückt, um zusätzliche Stabilität zu gewährleisten und ein Absacken des Erdreichs durch “Unterspülen” von vornherein auszuschließen.
Natürlich begann die Erde sofort gierig das Wasser aufzunehmen, innerhalb weniger Sekunden sank der Grundwasserspiegel auf nahezu Null. Ca. 5 Liter waren nötig um den vorherigen Spiegel nachhaltig wieder zu erhöhen.
Das obere Ende der Füllstandsanzeige wurde übrigens mit einem porösen Schaumstoff verstopft, so, dass weiterhin Luft hindurch kann, die Anzeige jedoch vor Erdreich geschützt ist.

Zu guter Letzt noch ein paar Bilder der derzeitigen Flora im Terrarium:

Bepflanztes TerrariumBepflanztes TerrariumBepflanztes Terrarium

Auch der bereits voll funktionsfähige Brunnen ist gut zu erkennen. Der versumpfte Bereich an seinem Rand wird allerdings kein Dauerzustand sein, der Brunnen war hier anfangs nur etwas stark eingestellt.

2 Kommentare »

  1. 1
    Lisa schrieb am 2. November 2011 um 12:51


    Sieht schön aus und so grün. Kommen denn da auch irgendwelche Tiere rein oder ist das nur für die Pflanzen bestimmt? Ich habe absolut einen schwarzen Daumen, leider. Bei mir will nichts gedeihen und wachsen.

  2. 2
    Heiko schrieb am 3. November 2011 um 01:06


    Auf dem Bild hält sich das noch in Grenzen, das Meiste ist ja Hintergrund, die aktuelle Version sieht da schon ganz anders aus. Ich wollte ja schon lange mal wieder was dazu schreiben nur leider schaffe ich es momentan nie mir dafür mal Zeit zu nehmen. :sad:
    Dabei entschließt sich gerade die Drosera auch mal ein wenig vor sich hinzublühen… pünktlich zum Winteranfang -.- Meine Pflanzen zeichnen sich wohl durch ein sehr seltsames Zeitempfinden aus :mrgreen:
    Zur Frage: Ja am Ende sollen 2 kleine Taggeckos mit in das Gestrüpp, derzeit ist dieses Vorhaben aber erstmal auf Anfang nächsten Jahres vertagt.

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