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Text? Mein Name ist Heiko, ich bin 33 Jahre alt und lebe im schönen Stralsund. Somit genieße ich mein Dasein als Informatiker in Meeresnähe. :)
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13.09.2011

Komplexe Natur

Keine Bilder dieses Mal, dafür jedoch umso lehrreicheres.
Wie ich bereits in meinem Portrait erwähnte, Probieren geht über Studieren, man lernt nie aus. Doch ein wenig gesunder Menschenverstand kann dabei nie schaden, so, dass man sich der Risiken zumindest bewusst ist und diese kontrollieren kann. Einen Plan B zu haben ist hier immer von Vorteil und wer mich kennt, der weiß: Ich habe immer einen Plan B! ;)

Alles begann damit, dass die bisher veröffentlichte Flora des Terrariums noch weiter ausgebaut werden sollte. Bilder hierzu wird es demnächst geben, im Moment ist dafür alles noch zu “unfertig”.
Der Umgebung sollten neben diversen Pflanzen auch einige Wurzeln hinzugefügt werden, dies dient nicht nur einer wunderschönen Optik, sondern auch als Klettergelegenheit für die zukünftigen Bewohner des Terrariums, denn diese leben vorwiegend in den höheren Regionen des Waldes.

Obwohl diese Wurzeln nicht europäischen Ursprungs sind, sondern Tropenholz, bildete sich am Fußende ein Schimmelpilz. Nicht unerwartet muss ich dazu sagen, denn das tropische Klima und die Torferde implizieren eine hohe Feuchtigkeit des Bodens und der Luft. Die Auflagefläche der Wurzeln führt zwangsläufig zu einer hohen Feuchtigkeitsaufnahme des Holzes und da es sich um totes organisches Material handelt, ist es nur natürlich, dass dieses abgebaut und in den Kreislauf des Lebens zurückgeführt werden muss.

Jedem, der ein solches Terrarium aufbauen möchte, muss bewusst sein, was er da eigentlich versucht: Am Ende geht es darum ein ökologisches System nachzustellen. Dass dies nicht perfekt gelingen kann, versteht sich von selbst. Auch in der natürlichen Umgebung würden solche Wurzeln verrotten, jedoch stellt dies dort keine Bedrohung dar. In einem auf 0,3m² beschränkten ökologischen System jedoch sehr wohl! Zudem möchte man natürlich möglichst lange etwas von der schönen Optik haben, es gilt also, dem natürlichen Verfall entgegen zu wirken.
Auch die natürliche Artenvielfalt, die ein solches System aufrecht erhält, kann in einem Terrarium natürlich nicht gewährleistet werden, mit technischen Hilfsmitteln muss dieses also stabilisiert werden.

Da ich bereits mit diesen Komplikationen gerechnet hatte, habe ich das Ganze durchgehend beobachtet und konnte damit rechtzeitig reagieren. Beim ersten Anzeichen des Pilzes habe ich nun sofort die Wurzeln aus dem Terrarium entfernt und mit Alkohol desinfiziert, zudem werde ich dieses die kommenden Tage beobachten, ob sich die Sporen bereits verbreitet haben, denn ein großflächiger Befall hätte einen kompletten Rückbau der Inneneinrichtung zur Folge.

Der besagte Alternativplan sieht nun vor, dass der untere Teil der Wurzeln mit speziellem Aquariensilikon vor der Bodenfeuchtigkeit geschützt wird. Zudem werden als natürliche Maßnahme sogenannte Springschwänze im Bodensubstrat angesiedelt, welche sich von Pilzen und dem Kot anderer Tiere ernähren und somit als eine Art Umweltfilter fungieren. Diese Kleinstlebewesen stellen weder für Pflanzen, noch für Tiere eine Bedrohung dar und können somit bedenkenlos eingesetzt werden.
Schlussendlich bleibt zu sagen, dass für einen unerfahrenen Anfänger ein Wüstenterrain möglicherweise der bessere Einstieg in die Terraristik wäre, aber wo würden wir denn hinkommen, wenn man sich vom ersten Rückschlag entmutigen lassen würde? ;)

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